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		<title>Prozess gegen Atomkraftgegner nach 40-minütiger Verhandlung ausgesetzt</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/05/14/prozess-gegen-atomkraftgegner-nach-40-minutiger-verhandlung-ausgesetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Ankettaktion Castortransport 2008" src="http://bloxberg.blogsport.de/images/IMG_0008.JPG" alt="" width="195" height="146"<br />
Dem Umweltaktivisten Christof N. wird vorgeworfen, durch seine Beteiligung an einer <a href="http://bloxberg.blogsport.de/die-aktion/">Ankettaktion</a> anlässlich des Castor Transportes 2008 eine betriebsstörende Handlung nach der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung begangen zu haben.<br />
Dafür musste er am heutigen Montag knapp 500km von seinem Wohnort entfernt in Potsdam vor dem Amtsgericht erscheinen. Zu Beginn der Verhandlung beantragte der Beschuldigte eine Wahlverteidigerin nach §138 II StPO. Dies wurde jedoch mittels unzutreffender Behauptungen von Richterin Ahle abgelehnt. Die Verhandlung wurde bis zur Entscheidung über die daraufhin ergangenen Beschwerden ausgesetzt.<br />
„Wenn Richterin Ahle meint, ab Fließband Atomkraftgegner_innen verurteilen zu können, hat sie sich geirrt. Ich werde mich umfangreich gegen diese politische motivierte Verfolgung zu wehren wissen“ So der Beschuldigte Christof N.<br />
Neuer Verhandlungstermin ist noch nicht bekannt.<br />
Kontakt: bloxberg@nirgendwo.info</p>
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		<title>Drei Vorwürfe in einem Prozess&#8230;?</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/04/24/drei-vorwurfe-in-einem-prozess/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 18:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 4. Juni 2012; 09:00; ] Klingt unglaublich, ist aber wahr: Am Montag 4. Juni 2012 sollen nach Willen von Richterin Ahle in einem Prozess Vorwürfe aus drei unterschiedlichen Aktionen verhandelt werden.

Konkret geht es um folgende Aktionen:
- Kletteraktion gegen den Castor-Rücktransport 2008 (Rücktransport des Fahrgestells nach LaHague) http://graswurzel.tv/index.php?mov_id=56
- Kletteraktion gegen ein Probecastor 2009 (wieder auf der Elbe-Seitenkanal-Brücke) http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/deutsch/anti-atom/Luftakrobatik-Atomtransporte.html#29.09.09
- Kletteraktion auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt unglaublich, ist aber wahr: Am Montag 4. Juni 2012 sollen nach Willen von Richterin Ahle in einem Prozess Vorwürfe aus drei unterschiedlichen Aktionen verhandelt werden.</p>
<p>Konkret geht es um folgende Aktionen:<br />
- Kletteraktion gegen den Castor-Rücktransport 2008 (Rücktransport des Fahrgestells nach LaHague) <a href="http://graswurzel.tv/index.php?mov_id=56" target="_blank">http://graswurzel.tv/index.php?mov_id=56</a><br />
- Kletteraktion gegen ein Probecastor 2009 (wieder auf der Elbe-Seitenkanal-Brücke) <a href="http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/deutsch/anti-atom/Luftakrobatik-Atomtransporte.html#29.09.09" target="_blank">http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/deutsch/anti-atom/Luftakrobatik-Atomtransporte.html#29.09.09</a><br />
- Kletteraktion auf dem Dach vom Lüneburger Hauptbahnhof im April 2009 <a href="http://www.de.indymedia.org/2009/04/246949.shtml" target="_blank">http://www.de.indymedia.org/2009/04/246949.shtml</a></p>
<p>Das alles soll jeweils einen Verstoß gegen die Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung darstellen und es wird in dem Prozess um drei Bußgelder in Höhe von  500 Euro, 250 Euro und 100 Euro gehen.</p>
<p>Termin: Montag 4. Juni 2012 um 9 Uhr , Saal 21 AG Potsdam Jägerallee 10-12</p>
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		<title>Prozess gegen Unterstützer einer Ankettaktion</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/04/24/prozess-gegen-unterstutzer-einer-ankettaktion/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 18:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 14. Mai 2012; 13:00; ] Im November 2008 gelang es mehreren Aktivist_innen den Castortransport ins wendländische Gorleben mit einer Blockade aufzuhalten. Drei Personen hatten sich damals an einem Betonblock im Gleisbett angekettet und so die Weiterfahrt um mehrere Stunden verzögert. Sowohl die angeketteten Personen als auch deren Unterstützer_innen wurden zunächst strafrechtlich verfolgt, für die Angeketteten endete die juristische Auseinandersetzung mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Ankettaktion Castortransport 2008" src="http://bloxberg.blogsport.de/images/IMG_0008.JPG" alt="" width="195" height="146" />Im November 2008 gelang es mehreren Aktivist_innen den Castortransport ins wendländische Gorleben mit einer Blockade aufzuhalten. Drei Personen hatten sich damals an einem <a href="http://bloxberg.blogsport.de/die-aktion/">Betonblock im Gleisbett angekettet</a> und so die Weiterfahrt um mehrere Stunden verzögert. Sowohl die angeketteten Personen als auch deren Unterstützer_innen wurden zunächst <a href="http://bloxberg.blogsport.de/repressionen/">strafrechtlich verfolgt</a>, für die Angeketteten endete die juristische Auseinandersetzung mit Geldstrafen (in einem Fall wurde die Strafe nicht bezahlt und die betroffene Aktivistin saß ersatzweise knapp drei Monate in Haft). Die strafrechtlichen Vorwürfe gegen die Unterstützer_innen wurden zwar fallengelassen, gegen sie laufen nun jedoch Ordnungswidrigkeitenverfahren.  Am 14. Mai findet um 13:00 Uhr in Saal 21 eine Verhandlung gegen Unterstützer Christof am Amtsgericht Potsdam statt. Dort wird Richterin Ahle zuständig sein, die einigen <a href="../blog/2012/02/14/amtsgericht-potsdam-verurteilt-anti-atom-aktivist_innen-zu-busgeldern/">bereits aus anderen Castorverfahren bekannt</a> ist. Der des Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau-und-Betriebsordnung beschuldigte Aktivist wird den Vorwürfen politisch und juristisch entgegentreten.</p>
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		<title>Sitzblockadenverfahren eingestellt</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/03/02/sitzblockadenverfahren-eingestellt/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 01:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der gestrige Prozess wegen einer Anti-Lubmin-Castor-Aktion am 16.2.2011 bei Ribnitz-Damgarten endete nach kurzer Verhandlung mit einer Einstellung des Verfahrens auf Kosten der Staatskasse. Dem Betroffenen wurde vorgeworfen, sich an einer Chorprobe auf den Gleisen beteiligt zu haben, worin die Richterin ein ordnungswidriges Verhalten zu erkennen meinte. Dennoch hielt sie es angesichts der auf die Aktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der gestrige <strong></strong>Prozess wegen einer Anti-Lubmin-Castor-Aktion am 16.2.2011 bei Ribnitz-Damgarten endete nach kurzer Verhandlung mit einer Einstellung des Verfahrens auf Kosten der Staatskasse. Dem Betroffenen wurde vorgeworfen, sich an einer Chorprobe auf den Gleisen beteiligt zu haben, worin die Richterin ein ordnungswidriges Verhalten zu erkennen meinte. Dennoch hielt sie es angesichts der auf die Aktion folgenden einstündigen Gewahrsamnahme und der kalten Temperaturen in diesem konkreten Einzelfall nicht für geboten,  ein Bußgeld zu verhängen. Ob bei ihrer Entscheidung auch die zahlreichen solidarischen Menschen im Gerichtssaal, die Überlastung des Gerichts und eine kämpferisch auftretende Verteidigung eine Rolle spielten, bleibt spekulativ. Deutlich gezeigt hat dieser Prozess in jedem Fall jedoch, dass es sich lohnt, Rechtsmittel gegen Bußgelder einzulegen.</p>
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		<title>Amtsgericht Potsdam verurteilt Anti-Atom-Aktivist_innen zu Bußgeldern</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/02/14/amtsgericht-potsdam-verurteilt-anti-atom-aktivist_innen-zu-busgeldern/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 20:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Amtsgericht Potsdam verurteilt Anti-Atom-Aktivist_innen zu Bußgeldern
Heute, am 14.2.2012, ging vor dem Amtsgericht Potsdam der Prozess gegen vier Robin Wood Aktivist_innen zu Ende, die im November 2008 kletternd auf einer Brücke über dem Elbe-Seitenkanal demonstrierten.Richterin Ahle verurteilte sie am heutigen zweiten Verhandlungstag zu Strafen zwischen 100 und 150 Euro. Gegen den Hauptvorwurf haben sich die Aktivist_innen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amtsgericht Potsdam verurteilt Anti-Atom-Aktivist_innen zu Bußgeldern</p>
<p>Heute, am 14.2.2012, ging vor dem Amtsgericht Potsdam der Prozess gegen vier Robin Wood Aktivist_innen zu Ende, die im November 2008 kletternd auf einer Brücke über dem Elbe-Seitenkanal demonstrierten.<a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/IMGP3701.jpg"><img class="size-medium wp-image-338 alignnone" title="IMGP3701" src="http://nirgendwo.info/images/2012/02/IMGP3701-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Richterin Ahle verurteilte sie am heutigen zweiten Verhandlungstag zu Strafen zwischen 100 und 150 Euro. Gegen den Hauptvorwurf haben sich die Aktivist_innen erfolgreich zur Wehr gesetzt ; jetzt prüfen sie Rechtsmittel gegen das Urteil.</p>
<p><span id="more-337"></span>Trotz des nasskalten Schneewetters waren auch zum heutigen Prozesstag zahlreiche Unterstützer_innen gekommen, die mit Transparenten, Fahnen und einer kleinen Kletteraktion vor dem Gericht ihre Solidarität mit den Betroffenen ausdrückten.</p>
<p>Die Gerichtspräsidentin veranlasste daraufhin die Anwesenheit von zwei Beamten der Zivilpolizei, die vermeintlich zum Schutz der Ordnung im Gericht bewaffnet dem Prozess beiwohnten. Die Betroffenen thematisierten den Vorgang und beantragten die Herstellung eines schusswaffenfreien Gerichtssaales, um nicht ständig der Bedrohung und der Angst-Atmosphäre ausgesetzt zu sein. Mit bereits gewohnter Ignoranz und Überheblichkeit lehnte Richterin Ahle diesen Antrag ohne eine Begründung ab. Empörte Zuschauer_innen kündigten Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die bewaffneten Beamten im Publikum an.</p>
<p>Die am vergangenen Verhandlungstag begonnene Beweisaufnahme wurde fortgesetzt. Während am ersten Verhandlungstag nur ein Sachbearbeiter (PM Rölke, EG Castor) vernommen worden war, der die Vorkommnisse nur aus den Akten kannte, hatten die Betroffenen heute zumindest die Möglichkeit, einen direkten Tatzeugen (PHM Wingenfeld) zu befragen. Der Beamte konnte keine direkt den Bahnbetrieb beeinträchtigenden Handlungen beschreiben, weswegen der Hauptvorwurf, die Aktivist_innen hätten eine betriebsstörende Handlung vorgenommen, im Anschluss an die Vernehmung und die Inaugenscheinnahme des Videos verworfen wurde. Aufrecht erhalten blieb lediglich der Vorwurf des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich. Übereinstimmung herrschte darüber, dass es sich bei der Aktion der Betroffenen um eine Versammlung gehandelt hatte.  Trotz Hinweis auf ein Fachgutachten und umfangreiche Erläuterungen durch die Verteidiger_innen zu diesem Thema, blieb eine Würdigung bei der Urteilsverkündung aus.</p>
<p>Mit zahlreichen Beweisanträgen wiesen die Betroffenen auf die Gefährlichkeit von Atomtransporten hin. Castortransporte passieren beispielsweise zahlreiche Tunnel, wo sich im Falle eines Unfalls mit Brandentwicklung eine gewaltige Hitze von bis zu 1350 Grad Celsius entwickeln kann. Vorgesehen sind die Behälter aber nur für einen halbstündigen Brand von 800 Grad Celsius.<br />
Eine Betroffene ging dann auf die Problematik der Unvereinbarkeit von Grundrechten und Atomkraft ein. Dies machte sie an ihren eigenen Erfahrungen bei Castortransporten fest (Rechtswidrige Überwachung durch mobiles Einsatzkomando oder auch rechtswidrige Ingewahrsamnahmen). Sie schilderte weiter, dass die französische Polizei 2010 bei einer Ankettaktion gegen den Castortransport aus dem französischen La Hague ins niedersächsische Gorleben AktivistInnen schwer verletze (schwerste Brandverletzungen und durchtrennte Sehnen).</p>
<p>Drei der Betroffenen wurden zu 150 Euro Bußgeld verurteilt, die vierte zu 100 Euro. Die 50 Euro „Rabatt“ für Cécile begründete Richterin Ahle  gönnerhaft mit dem viertägigen Gewahrsam, der gegen die Betroffene im Anschluss an die Aktion vollstreckt worden war &#8211; als ließen sich vier Tage Wegsperren auf diese Weise verrechnen.</p>
<p>Die Beweisanträge wurden fließbandmäßig abgelehnt, weil sie vermeintlich nichts mit der Sache zu tun hätten, obwohl formaljuristisch durchaus eine Würdigung von Begleitumständen und Motivation vorzunehmen ist (RiStBV 15).</p>
<p>In ihrer mündlichen Urteilsbegründung erläuterte Richterin Ahle, sie habe die Motivation der Betroffenen und die lange Verfahrensdauer strafmildernd berücksichtigt. Aus Sicht der Verteidigung ist das schlicht gelogen und widerspricht der herrschenden Rechtssprechung.<br />
Ähnlich gelagerte Fälle von Kletteraktionen über der Bahnanlage führten in der Vergangenheit zu Freisprüchen.  Außerdem  werden Verstöße gegen die Einsenbahn- und Betriebsordnung in Form von Sitzblockaden  auf den Schienen, die sogar Züge an der Weiterfahrt hindern, üblicherweise mit circa 25 Euro geahndet.<br />
„ Mir ist nach wie vor komplett schleierhaft warum die Luft teurer  sein soll als der Boden. Die einzig mögliche Erklärung dafür ist politische Willkür.“  kommentiert eine Zuschauerin.</p>
<p>Potsdam, den 14.2.2012 – die Aktivist_innen und ihre Laienverteidiger_innen</p>
<p>Weitere Informationen</p>
<p>http://blog.eichhoernchen.fr/tag/Potsdam</p>
<p>http://laienverteidigung.de.vu</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Castor &#8211; Brücken-Prozess in Potsdam: ein Zwischenbericht</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/02/11/castor-brucken-prozess-in-potsdam-ein-zwischenbericht/</link>
		<comments>http://nirgendwo.info/blog/2012/02/11/castor-brucken-prozess-in-potsdam-ein-zwischenbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 20:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 14. Februar geht der Castor-Prozess gegen 4 KletteraktivistInnen vor dem Amtsgericht Potsdam weiter. UnterstützerInnen und ZuschauerInnen die sich für Akt III des Justiz-Theaterstücks interessieren, treffen sich  bereits ab 8:30 Uhr vorm Gericht (Hegelallee 8, Potsdam). Das sind  Angaben von UnterstützerInnen, mehr dazu auf dem Flyer  (Flyer Seite 1 , 2)
Hintergrund des Prozesses ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. Februar geht der Castor-Prozess gegen 4 KletteraktivistInnen vor dem Amtsgericht Potsdam weiter. UnterstützerInnen und ZuschauerInnen die sich für Akt III des Justiz-Theaterstücks interessieren, treffen sich  bereits ab 8:30 Uhr vorm Gericht (Hegelallee 8, Potsdam). Das sind  Angaben von UnterstützerInnen, mehr dazu auf dem Flyer  (Flyer Seite <a href="http://hartmutkiewert.files.wordpress.com/2011/07/flyer_februar_vorn2.png?w=545&amp;h=387" hreflang="de">1</a> , <a href="http://hartmutkiewert.files.wordpress.com/2011/07/rc3bcckneu1.png?w=545&amp;h=387" hreflang="de">2</a>)</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4107.jpg"><img class="size-medium wp-image-285 alignleft" title="DSC_4107" src="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4107-300x199.jpg" alt="" width="222" height="147" /></a>Hintergrund des Prozesses ist eine Kletteraktion von Robin Wood auf der Elbe-Seiten-Kanalbrücke bei Lüneburg, gegen den Castortransport 2008 nach Gorleben. Justiztheater <a href="../blog/2011/08/02/castorprozess-vertagt-wendlandgefuhl-im-gerichtsaal/" hreflang="de">Akt I</a> wurde bereits am 1. August 2011 aufgeführt, <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/post/Potsdam-Castor-Prozess-vertagt-Bewegende-politische-Einlassungen-harter-juristischer-Schlagabtausch" hreflang="de">Akt II</a> am 26. Januar 2012.</p>
<p><span id="more-322"></span>Die Verhandlung wurde am 26. Januar nach einem Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen Richterin Ahle vertagt. Vorausgegangen waren die politischen Einlassungen der Betroffenen sowie ein Streit über die (nicht)Ladung von Zeugen &#8211; was zu mehr Verhandlungstagen führt &#8211; und die unsachliche Verhandlungsführung der vorsitzenden Richterin.</p>
<p>Ein zahlreich erschienenes Publikum besuchte am 26.1. die Verhandlung. Darüber freuen sich die Betroffenen sehr. Einige ZuschauerInnen fragten nach den Einlassungen der Betroffenen und Anträgen in schriftlicher Form. Diese Dokumente stelle ich hier zur Verfügung. Hinzu kommen ein paar Hintergrundinformationen und neuen Anträgen, die zwischen den Verhandlungstagen schriftlich eingereicht wurden. Und natürlich ist am Dienstag jede-r willkommen!</p>
<p><strong>Vor der Verhandlung</strong></p>
<div>
<p><strong>* Straßentheater in der Postsdamer Innenstadt</strong></p>
<p>&#8220;<em>Guten Tag, wir kommen vom Mars, wir berichten live für Mars TV und wollen wissen warum Potsdam eine zentralisierte Kriminalisierungsstelle für AtomkraftgegnerIn hat!&#8221; oder &#8220;Guten Tag, können sie mir erklären was ein Gericht ist, warum Menschen über andere entscheiden dürfen. Das kennen wir nicht auf dem Mars</em>.&#8221;</p>
<p>So ähnlich wurden PassantInnen am 24. Januar vom etwas skurril bekleideten Mars-TV-Team in der Potsdamer Fußgängerzone angesprochen. Es führte zu spannenden oder auch absurden Gesprächen zum Thema Atomkraft, Gerichte (zum Essen da, oder?), etc. In zwei Stunden wurde ca. 200 Flyern zum anstehenden Prozess gegen CastorgegnerInnen verteilt.</p>
<p>Es ist nicht einfach den Menschen zu vermitteln, dass AtomkraftgegnerInnen in Potsdam vor Gericht stehen&#8230; wegen einer Aktion in Lüneburg vier Jahre zuvor. Welche Verkehrsordnungswidrigkeit wird denn noch 4 Jahre nach der Tat verfolgt ? Welche Tat wird denn soweit entfernt vom Tatort verhandelt? Das haben wir dem neuen Zentralismus der Bundespolizei &#8220;zu verdanken&#8221;.</p>
<p>Das Amtsgericht Potsdam spielt seit Umstrukturierung der Bundespolizei eine wichtige Rolle in Bezug auf Gerichtsverfahren wegen Castor-Transporten. Denn bei Ordnungswidrigkeitsverfahren richtet sich der Gerichtsstand nach dem Sitz der beteiligten Bußgeldbehörde. Das ist bei Aktionen im Schienenbereich die Bundespolizei, die über eine zentrale Bußgeldstelle verfügt und ihren Hauptsitz in Potsdam hat. Die Zuständigkeit des Gerichtes wurde in der Hauptverhandlung am 26.1.2012 gerügt und in Frage gestellt (<em><a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/ruege-zustaendigkeit-gericht.pdf" hreflang="de">Rüge als pdf</a>)</em>.</p>
<p>*<strong>Soli-Kundgebung und rechtswidriger Polizeieinsatz vor dem Gerichtssaal</strong></p>
<p>Vor Prozessbeginn, versammelten sich gut 20 Menschen vor dem Amtsgericht. Es wurden Transparente aufgehängt und Samba gespielt.</p>
<p>Als die Menschen sich dann am Gerichtseingang vor der für die Verhandlung aufgebaute Sicherheitsschleuse anstellten, fing die Polizei plötzlich an, eine allgemeine Personalienkontrolle wegen angeblichem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz durchzuführen. Die Polizei sucht immer nach einer-m Verantwortlichen. Sie sollte sich bei Frau Ahle melden, sie hat ja zum Tanz eingeladen und ist insofern verantwortlich. Ohne ihre Einladung wäre keiner gekommen. Gut, Verantwortlich sind auch die Atomlobby und die GNS, die Atomtransporte durchführt. Ohne ihre menschenveachtende Politik gäbe es keine Prozesse. Ach ja und Schutzzweck des Versammlungsgesetzes ist eigentlich der Schutz von&#8230; Versammlungen&#8230; das Gesetz wird aber gerne ausgerechnet gegen versammlungsteilnehmerInnen eingesetzt. So wendet zumindest die Polizei dieses Gesetz an.</p>
<p>Wer sich der Personalienkontrolle nicht unterziehen wollte, kam nicht ins Gerichtssaal rein. Die Kontrolle verzögerte den Beginn der Verhandlung um gut eine halbe Stunde.</p>
<p><strong>An dieser Stelle eine Bitte des Prozess-Unterstützungskreises:</strong> Keine Kooperation mit den Repressionsbehörden. Wer wegen dieser &#8220;Aktion&#8221; Post von der Polizei bekommt, sollte sich bei castorprozess@nirgendwo.info melden. Auf die Post muss und soll Niemand reagieren, egal ob &#8220;Zeuge&#8221; oder &#8220;beschuligte-r&#8221;. Ignorieren und Aussageverweigerung sind die sichersten Antworten!</p>
<p>Die Kontrollen wurden zu Prozessbeginn gerügt, die Betroffenen sehen in einer solchen Einschränkung ein Verstoß gegen das Gebot der Öffentlichkeit eines Verfahrens. Die Polizei darf außerdem die Angabe der Personalien nicht eingemächtig zur Bedingung für den Besuch einer Gerichtsverhandlung machen. Sie hat überhaupt kein Befugnis für diese Maßnahme in den Räumlichkeiten des Gerichtes. Eine Vorlage für eine Rüge mit Verweisen auf die aktuelle Rechtssprechung stelle ich <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/Ruege-eingangskontrollen.pdf">als PDF zur Verfügung</a>, in der Verhandlung wurde diese mit dem passenden Sachverhalt ergänzt.</p>
<p>Die Richterin erklärte sich darauf hin für &#8220;nicht zuständig&#8221; und sah sich nicht dazu veranlasst, das Gebot der Öffentlichkeit zu gewährleisten. Die Kontrollen an der Sicherheitsschleuse, die denen an einem Flughafen ähneln, habe der Gerichtspräsident veranlasst, die Personalienkontrolle sei eine eigenmächtige Maßnahme der Polizei gewesen.</p>
<h2><strong>Die Verhandlung</strong></h2>
<p>Gleich zu Beginn der Verhandlung wurden die Eingangskontrollen gerügt, die <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/ruege-zustaendigkeit-gericht.pdf">Zuständigkeit des Gerichtes</a> <em>(pdf)</em> in Frage gestellt und einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens wegen rechtswidriger <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/ruege-verfahrensdauer.pdf">Verfahrensverzögerung</a> <em>(pdf)</em> eingebracht. Richterin Ahle nahm dies &#8220;zur Kenntnis&#8221;.Von der Herrschaft kann man ja nicht erwarten, dass sie sich selbst und ihre Institution in Frage stellt.</p>
<p>Es folgten die Einlassungen der Betroffenen (pdf):</p>
<ul>
<li><a href="../images/2012/02/Einlassung_Hartmut-.pdf">Einlassung_Hartmut</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="../images/2012/02/kurzgeschichte_cecile.pdf">kurzgeschichte_cecile</a> (als Teil ihrer Einlassung)</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="../images/2012/02/einlassung_caro.pdf">einlassung_caro</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="../images/2012/02/Einlassung_Castorprozess_Frederik.pdf">Einlassung_Frederik</a></li>
</ul>
<p>Im weiteren Verlauf wurden diverse Rügen vorgetragen:</p>
<p>Die sechs Monaten Unterbrechung hatte für die Gewährung von Akteneinsicht an allen Prozessbeteiligten nicht ausgereicht.Ich dokumentiere hier die <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/Ruege-Akteneinsicht-verteidiger.pdf">Rüge von Alex</a> <em>(pdf</em>)</p>
<p>Ein weiterer Kristallisationspunkt der Auseinandersetzung war die Zeugen-Frage. Dies wurde mündlich gerügt. Entgegen der Angaben in der Ladung an die Prozessbeteiligten war kein direkter Tatzeuge anwesend. Dies war den Betroffenen jedoch nicht mitgeteilt worden, weswegen sie davon ausgingen, auch direkte Tatzeugen vernehmen zu können, was für eine sachgemäße Beweisaufnahme notwendig gewesen wäre. Die Verteidigung war somit genötigt, einen weiteren Prozesstag in Kauf zu nehmen.</p>
<p>Es folgte die über eine Stunde andauernde Vernehmung des einzigst anwesenden Zeugen. Der Zeuge Rölcke hatte nicht viel zu sagen, er erinnerte sich an nichts, ist nur Sachbearbeiter und nie am Tatort gewesen. Es verwies ständig auf seine aus den Berichten der Kollengen zusammengeschriebenen Berichte in der Akte. Selbst als es um die Rolle seiner Einheit (die EG-Castor) in der Anordnung des Langszeitgewahrsams gegen eine Betroffene ging, wollte er seine Kollengen nicht ein mal namentlich kennen. Ob die Polizei was zu verbergen hat?</p>
<p>Die Verteidigung wollte auf jeden Fall dazu Stellung nehmen. Es kam aber nicht mehr dazu, weil die Richterin das Video gleich vorführen und dann Feierabend machen wollte und keine ausreichend lange Pause für die Formulierung einer Stellungnahme genehmigte.</p>
<p>Die Verteidigung entschied sich sodann für einen &#8220;nicht aufschiebbaren Antrag&#8221;, nämlich einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin wegen ihrer unsachlichen Verhandlungsführung und der ganzen Einschränkungen der Verteidigung (Akteneinsicht, Ladung der zeugen, etc.). Irgendwann ist das Maß voll, könnte man es formulieren.</p>
<p>Die Verhandlung wurde am dem 14.2. um 9:00 Uhr vertagt.</p>
<h2><strong>Zwischen den Verhandlungstagen</strong></h2>
<p>* weitere Beweisanträge</p>
<p>Zwischen den Verhandlungstagen sind wir ziemlich aktiv gewesen. Wir wollen das Verfahren nicht in die Länge ziehen. Auf Inhalte, die wir für wichtig halten, wollen wir aber auch nicht verzichten. Wenige Tage nach der Verhandlung vom 26.1. haben wir vier Beweisanträge (<a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/per-Post-im-Januar-eingereichte-Antraege.pdf">3 hier als PDF</a> ) beim Gericht ins Briefkasten geworfen &#8211; die Auswahl an Tatzeugen, die hoffentlich mehr als ein Sachbearbeiter zu sagen haben, ist groß. Darin wird unter Beweis gestellt, dass die Polizei und nicht die DemonstrantInnen, die sich über der Bahnanlage aber nicht im Regellichtraum aufhielten, für die Streckensperrung verantwortlich sind.</p>
<p>Ein Beweisantrag befasst sich weiter mit der gefährlichen Räumung eines Demonstranten. Ein anderer mit der Unvereinbarkeit von Menschenrechten und Atomkraft, mit diversen beispielen von rechtswidrigen Ingewahrsamnahmen bei Castortransporten und andere Misshandlungen beispielsweise <a href="http://ganva.blogspot.com/2011/02/lettre-ouverte-dun-militant-du-groupe.html" hreflang="fr">in Frankreich</a> als 2010 die Polizei 4 Menschen vorsätzlich schwer verletzte (<a href="http://1.bp.blogspot.com/-625PyppuuNc/TV4vi8M25xI/AAAAAAAAAOA/Oq0qm6Rhohg/s320/Photolettre3.jpg" hreflang="fr">2 Sehnenmit einer Flex  durchgetrennt</a>, <a href="http://3.bp.blogspot.com/-v0HtqeyBCbo/TV4vXKefYTI/AAAAAAAAAN4/H2EJlGLjkz8/s1600/photolettre.jpg" hreflang="fr">Verbrenungen des dritten grads</a> <em>- Bilder</em>). Dort stehen auch nicht die für die Verltzungen verantwortlichen PolizistInnen vor Gericht, sondern die AktivistInnenSeitdem die Beweisanträge eingereicht wurden, hat sich leider nichts getan. Richterin Ahle hat keiner der beantragten (Tat)Zeugen geladen. Sie scheint kein Interesse an einer gründlichen Aufklärung der Tat und seiner Umständen zu haben. unsere Beweisanträge kann sie natürlich auch als wahr unterstellen (wenn die behauptete Tatsache als wahr unterstellt wird, müssen die Zeugen nicht geladen werden). Nächstes Kapitel also am 14. Februar.</p>
<p>* Dienstliche Erklärung der Richterin und Erwiderungen</p>
<p>Ach und was ist aus dem Befangenheitsantrag geworden ? Die Richterin hat <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/stellungnahme_ahle_befa.jpg" hreflang="de">Stellung genommen</a> <em>(jpg-bild)</em>. Natürlich fühlt sie sich nicht befangen, die Sache mit den Zeugen muss man ja nicht so genau nehmen, das ist nicht schlimm wenn die zeugen icht kommen, man kann ja auch deren Berichte in der Akte einfach vorlesen.VerteidigerInnen und Betroffenen haben darauf hin <a href="http://blog.eichhoernchen.fr/public/prozesse-dokumente/potsdam/2011/stellungnahme_ahle_befa.jpg" hreflang="de">Stellung genommen</a> <em>(PDF)</em>. Und natürlich hat es nicht viel geholfen. Ein teil des Befangenheitsantrags hat die abgelehnte Richterin selbst beschieden (das mit der Akteneinsicht und den Zeugen), im übrigen hat der Kollege am Landgericht erklärt, dass die Frau Ahle &#8211; mit der er in der Gerichtskantine sicherlich Kaffee trinkt &#8211; nicht befangen ist. Die Herrschaft wird sich ja nicht selbst ablehnen&#8230;</p>
<p>Die Entscheidung über den Befangenheitsantrag liegt mir noch nicht schriftlich vor&#8230; Ich lade sie hoch sobald ich sie erhalten habe. Damit jeder lesen kann welche Fantasie die RobenträgerInnen von sich zeigen.</p>
<p>Akte III des Theaterstückes &#8220;Castor-Brücken-Prozess &#8221; am 14. Februar um 9:00 Uhr ! Mal sehen ob die Tragödie am 14. ihr Ende nimmt. Eine Tragödie ist es, weil allen Beteiligten klar ist, dass das Ende &#8211; hier das Urteil &#8211; im Voraus fest steht. Das Szenario steht schon fest.  Es geht nicht um Gerechtigkeit, sondern um die Aufrechterhaltung herrschender Verhältnissen&#8230;. Und die Macht haben die Staatsgewalt und die Atommafia &#8211; oder doch nicht? Vielleicht erreichen wir eines Tages die kritische Masse, die die Verhältnisse zum Tanzen bringt. Für mich bleibt: Der Ausgang aus der aktuellen Situation heißt <em>permanente Revolte</em> im Sinne vom Philosoph Albert Camus.</p>
<p><a href="http://www.eichhoernchen.ouvaton.org/deutsch/de.html" hreflang="de">Eichhörnchen</a></p>
<p><strong>Bilder (Außer Mars TV):</strong> <em>Christina Palitzsch</em><br />
<strong>* Weitere Infos auf</strong> <a href="../" hreflang="de">nirgendwo.info</a></p>
<p><strong><a href="http://www.robinwood.de/Rechtshilfe-Spenden.138.0.html" hreflang="de">* Spendenkonto</a> (Rechtshilfe für Robin Wood AktivistInnen):</strong></p>
<p>Renald Orth<br />
Stichwort: Rechtshilfe für AktivistInnen<br />
Kto 84 120 00<br />
BLZ 251 205 10<br />
Sozialbank Hannover</p>
<p><strong>* Presse zum 2. Prozesstag:</strong></p>
<p><strong>- <a href="http://nachrichten.t-online.de/castor-gegner-lehnen-richterin-als-befangen-ab/id_53520798/index?news" hreflang="de">DPAD:  Castor-Gegner lehen Richterin als Befangen ab</a><br />
- <a href="http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article1891001/Kletteraktionen-und-Protest-von-Umweltaktivisten-vor-Gericht.html" hreflang="de">DPA</a><br />
<a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_01/prozess_gegen_castor.html" hreflang="de">- Rbb</a></strong></p>
<p>Pressemitteilungen  von Robin Wood zur Aktion damals:<br />
<a href="http://www.robinwood.de/german/presse/index-081106.htm">http://www.robinwood.de/german/presse/index-081106.htm</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5e9c1754deb.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5e9c1754deb.0.html</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5a9d7749116.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5a9d7749116.0.html</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5620fc356ca.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5620fc356ca.0.html</a></p>
<p><strong>Videobericht zur Aktion</strong> (französisches Fernsehen)<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BnXEd3nhT6Q&amp;feature=channel">http://www.youtube.com/watch?v=BnXEd3nhT6Q&amp;feature=channel</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einlassungen vor dem Amtsgericht Potsdam</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/02/04/einlassungen-vor-dem-amtsgericht-potsdam/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir dokumentieren hier Einlassungen/ Ausschnitte aus Einlassungen von Anti-Atom-Aktivist_innen vor dem Amtsgericht Potsdam:

Einlassung_Hartmut


kurzgeschichte_cecile


einlassung_caro


Einlassung_Castorprozess_Frederik

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir dokumentieren hier Einlassungen/ Ausschnitte aus Einlassungen von Anti-Atom-Aktivist_innen vor dem Amtsgericht Potsdam:</p>
<ul>
<li><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/Einlassung_Hartmut-.pdf">Einlassung_Hartmut</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/kurzgeschichte_cecile.pdf">kurzgeschichte_cecile</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/einlassung_caro.pdf">einlassung_caro</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/Einlassung_Castorprozess_Frederik.pdf">Einlassung_Castorprozess_Frederik</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Abgesagt: Prozesstermine in Potsdam wegen Anti-Castor-Aktion 2010 bei Altmorschen</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/02/01/bevorstehende-prozesstermine-wegen-einer-anti-castor-aktion-2010-bei-altmorschen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nirgendwo</dc:creator>
				<category><![CDATA[neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 23. März 2012; 00:00; ] 
	Die Gerichtsprozesse am 29.3 wurden alle abgesagt!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Die Gerichtsprozesse am 29.3 wurden alle abgesagt!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Castor-Prozess vertagt &#8211; Einlassungen und harter juristischer Schlagabtausch</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/01/27/castor-prozess-vertagt-einlassungen-und-harter-juristischer-schlagabtausch/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:35:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hanna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer Kletteraktion, politischen Sprechchören und Sambarythmen wurde heute vor dem Amtsgericht Potsdam ein Prozess gegen vier CastorgegnerInnen fortgeführt. Gegenstand der Verhandlung ist eine Kletteraktion mit Bannern bei Lüneburg gegen den Castortransport nach Gorleben im Jahr 2008. Die vier Robin-Wood-AktivistInnen haben Einspruch gegen Bußgelder in Höhe von jeweils 500 Euro eingelegt. Die Verteidigung prägte den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4107.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-285" title="DSC_4107" src="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4107-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></strong>Mit einer Kletteraktion, politischen Sprechchören und Sambarythmen wurde heute vor dem Amtsgericht Potsdam ein Prozess gegen vier CastorgegnerInnen fortgeführt. Gegenstand der Verhandlung ist eine Kletteraktion mit Bannern bei Lüneburg gegen den Castortransport nach Gorleben im Jahr 2008. Die vier Robin-W<strong></strong>ood-AktivistInnen haben Einspruch gegen Bußgelder in Höhe von jeweils 500 Euro eingelegt. Die Verteidigung prägte den heutigen Prozesstag mit bewegenden Erklärungen der Betroffenen zum politischen Hintergrund des Verfahrens und zahlreichen Rügen gegen die unsachliche Verhandlungsführung von Richterin Ahle. Nach 5 Stunden harten juristischen Schlagabtauschs und einem Befangenheitsantrag, wurde <strong>der Prozess auf den 14. Februar, 9:00 Uhr, vertagt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
<span id="more-279"></span> </strong></p>
<div style="text-align: justify;"><img title="Weiterlesen …" src="http://www.robinwood.de/wordpress/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></div>
<p style="text-align: justify;">Das Opportunitätsprinzip und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sind zwei Grundsteine des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten. Weil dieses Gesetz für unterhalb einer Straftat liegende Delikte gilt, hat das Gericht bei der Verfolgung einer Tat einen großen Handlungsspielraum: es kann, muss aber nicht verfolgen. Der Aufwand eines Prozesses muss im Verhältnis zum geringfügigen Vorwurf stehen.<br />
Wenn es aber um die Atomkraft geht, haben diese Grundsätze keine Gültigkeit. Das ist zumindest der Geschmack, der der heutige Verhandlungstag hinterlässt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4114.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-308" title="DSC_4114" src="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4114-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></strong>Wer die Verhandlung gegen die vier AktivistInnen besuchen wollte, musste schon im Eingangsbereich des Gerichtes der Polizei seinen Ausweis zeigen und sich einer gründlichen Durchsuchung durch Justizbeamten unterziehen. Besucher anderer Prozessen durften die Stelle dagegen unkontrolliert passieren. Die Verteidigung sah durch diese einschüchternden Kontrollen das Gebot der Öffentlichkeit verletzt und wies darauf hin, dass die Polizei nicht befugt sei, die Personalien von ZuschauerInnen im Gerichtsgebäude aufzunehmen. Die Vorsitzende Richterin zeigte kein Interesse an Aufklärung der Sache und erklärte sich für &#8220;nicht zuständig&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4115.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-286" title="DSC_4115" src="http://nirgendwo.info/images/2012/02/DSC_4115-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Mit bewegenden Einlassungen schilderten die Betroffenen ihre Beweggründe. Neben den gesundheitlichen Risiken, grundsätzlichen Fragen zum Herrschaftverhältnis Mensch-Natur und der Forderung nach Abschaffung aller Systeme von AKW bis BRD, wurde auch die Frage nach der Vereinbarkeit von Atomkraft und Grundrechten aufgeworfen. (Ein PDF mit den Einlassungstexten wird noch hergestellt und nachträglich hoch geladen)</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verhandlung begann von Neuem, nachdem der <a href="http://nirgendwo.info/blog/2011/08/02/castorprozess-vertagt-wendlandgefuhl-im-gerichtsaal/" hreflang="de">Prozess am 1. August 2011</a> wegen unzureichender Akteneinsicht nach zwei Stunden unterbrochen werden musste. In dieser Verhandlung spielte die Frage der Akteineinsicht erneut eine große Rolle, da zwei der vier WahlverteidgerInnen nur unzureichend Einsicht in die Akten erhalten hatten und dies wiederholt scharf rügten.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Kristallisationspunkt der Auseinandersetzung war die Zeugen-Frage. Entgegen der Angaben in der Ladung an die Prozessbeteiligten war kein direkter Tatzeuge anwesend. Dies war den Betroffenen jedoch nicht mitgeteilt worden, weswegen sie davon ausgingen, auch direkte Tatzeugen vernehmen zu können, was für eine sachgemäße Beweisaufnahme notwendig gewesen wäre. Die Verteidigung war somit genötigt, einen weiteren Prozesstag in Kauf zu nehmen, was lange Anreisewege und damit einhergehend hohen Zeit- und Kostenaufwand bedeutet hätte. Alternativ hätten sie auf eine angemessene Verteidigung verzichten müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Mir ergab sich ein Bild voller bürokratischer Stolpersteine, die Akteneinsicht wurde verwehrt, der entscheidende Augenzeuge tauchte nicht auf, dafür nur einer der Aussagen im Büro abschrieb und sich an Inhalte nicht erinnern konnte, außerdem eine federführende Richterin, die es anscheinend bevorzugte das Ganze auszusitzen statt es in irgendeiner Form zu ergründen.&#8221;</em> kommentiert eine Zuschauerin.</p>
<p style="text-align: justify;">Der ungeheure Aufwand, eine Ordnungswidrigkeit vier Jahre nach der Tat noch zu verhandeln und den AktivistInnen somit umfangreiche Auseinandersetzungen zuzumuten, hinterließ bei vielen der ZuschauerInnen Fragezeichen. <em>&#8220;Ich kenne keinen Fall, in dem ein vergleichbares Vergehen, also beispielsweise ein falsch geparktes Auto, die Gerichte derart lange beschäftigt hätte und mit so viel Elan verfolgt wurde. Es handelt sich hier fraglos um rein politisch motivierte Verfolgung.&#8221;</em> erklärt Verteidigerin Hanna.<br />
Ebenfalls rein politisch motiviert war die präventive viertägige Inhaftierung einer der Kletterinnen nach der Aktion gewesen.<a href="/post/Atomkraft-gefaehrdet-die-Menschenwuerde-Dem-Atom-Folter-Staat-den-Prozess-machen" hreflang="de">Cécile berichtete von ihren Hafterfahrungen und zeigte zynisch beklemmende Fotos aus dem Gewahrsamstrakt</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Wiederholt wurde die Anregung, das Verfahren wegen mangelndem öffentlichen Interesses an einer Verfolgung einzustellen durch Richterin Ahle übergangen.<br />
<em>&#8220;Der Versuch mit Rügen auf das Verhalten von Richterin Ahle einzuwirken erwies sich als illusorisch. Es reichte uns. Die einzige adäquate Antwort war ein Befangenheitsantrag.&#8221;</em> So die Betroffenen.<br />
Der Prozess wurde vertagt. Fortsetzungstermin: 14.2.1012 um 9:00 Uhr, Saal 215.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Bilder vom Prozess (Aktion davor, Kontrollen und Gerichtssaal): </strong><em>Christina Palitzsch</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
Weitere Informationen</strong><br />
<a href="http://nirgendwo.info/">http://nirgendwo.info/</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Presse zum 2. Prozesstag:<br />
- <a href="http://nachrichten.t-online.de/castor-gegner-lehnen-richterin-als-befangen-ab/id_53520798/index?news" hreflang="de">DPAD:  Castor-Gegner lehen Richterin als Befangen ab</a><br />
- <a href="http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article1891001/Kletteraktionen-und-Protest-von-Umweltaktivisten-vor-Gericht.html" hreflang="de">DPA</a><br />
<a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_01/prozess_gegen_castor.html" hreflang="de">- Rbb</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Pressemitteilungen  von Robin Woodzur Aktion damals:<br />
<a href="http://www.robinwood.de/german/presse/index-081106.htm">http://www.robinwood.de/german/presse/index-081106.htm</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5e9c1754deb.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5e9c1754deb.0.html</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5a9d7749116.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5a9d7749116.0.html</a><br />
<a href="http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5620fc356ca.0.html">http://robinwood.de/Newsdetails.13+M5620fc356ca.0.html</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Videobericht zur Aktion</strong> (französisches Fernsehen)<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BnXEd3nhT6Q&amp;feature=channel">http://www.youtube.com/watch?v=BnXEd3nhT6Q&amp;feature=channel</a><br />
<strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>26.1.2012: Castorprozess Potsdam, 2. Prozesstag</title>
		<link>http://nirgendwo.info/blog/2012/01/23/255/</link>
		<comments>http://nirgendwo.info/blog/2012/01/23/255/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 00:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nirgendwo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[++++ Prozessankündigung wegen Castoraktion von 2008 ++++
Wann? 26. Januar 2012, Achtung! Neue Uhrzeit: 9.30h, Wo? Amtsgericht Potsdam, Achtung! Geänderte Adresse: Hegelallee 8 , Saal 215. Treffen vor dem Gericht um 9h 
Am Donnerstag, dem 26.1.2012, ist es soweit: der zweite Prozesstag im Bußgeldverfahren um eine Kletteraktion während des Castortransports 2008 steht an.
Am kommenden Donnerstag werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>++++ Prozessankündigung wegen Castoraktion von 2008 ++++</p>
<p>Wann? 26. Januar 2012, Achtung! Neue Uhrzeit: 9.30h, Wo? Amtsgericht Potsdam, Achtung! Geänderte Adresse: Hegelallee 8 , Saal 215. Treffen vor dem Gericht um 9h<strong><strong> </strong></strong></p>
<p>Am Donnerstag, dem 26.1.2012, ist es soweit: der zweite Prozesstag im Bußgeldverfahren um eine Kletteraktion während des Castortransports 2008 steht an.</p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Am kommenden Donnerstag werden in Potsdam vier ROBIN WOOD-AktivistInnen wegen einer Kletteraktion gegen den CASTOR-Transport nach Gorleben im Jahr 2008 vor Gericht stehen. Ihnen wird eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen. Gegen die Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 500 Euro haben die Betroffenen Einspruch eingelegt. Der Prozess soll am Donnerstag wieder aufgenommen werden, nachdem er am 1. August 2011 nach zwei Stunden unterbrochen werden musste &#8211; das zahlreich erschienene Publikum und die gut vorbereiteten AktivistInnen hatten Richterin Ahle überrascht, die offenbar auf einen langen, politischen Prozess nicht eingestellt war.</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-255"></span></p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die vier AktivistInnen hatten am 6. November 2008 &#8212; frei nach dem Motto: Der CASTOR kommt, wir sind schon da &#8212; mit Bannern auf der Elbe-Seitenkanal-Brücke über der Schienenstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg protestiert. Kurz vor dem Start des Atommüllzuges in Frankreich richtete sich ihr Protest gegen ein atomares Endlager in Gorleben und den Weiterbetrieb von Atomanlagen. Die Polizei sperrte die Schienenstrecke, beendete nach ca. fünf Stunden die Aktion und verhängte Bußgelder wegen des Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung. Außerdem stellte sie die Personalien der Beteiligten fest und sperrte eine Aktivistin aus der Gruppe für vier Tage unter entwürdigenden Bedingungen allein in eine Gewahrsamszelle &#8211; vorbeugend und wegen des bloßen Verdachts, sie könne weitere Ordnungswidrigkeiten begehen und den CASTOR-Transport behindern. „Dies stellte zusätzlich zum angedrohten Bußgeld eine unverhältnismäßige Abstrafung dar“, sagt die betroffene Aktivistin. Sie hat im Dezember 2009 Verfassungsbeschwerde eingereicht, die noch nicht entschieden wurde.</span></span></p>
<p>„<span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Die Reaktorkatastrophen in Fukushima haben viele Menschen auf die Straße gebracht. Die Regierung hat versucht, sie mit einem Gesetzespaket zum Atomausstieg zu besänftigen. Was beschlossen wurde, ist aber kein Atomausstieg, sondern die Erlaubnis, noch mindestens ein Jahrzehnt lang Atomanlagen zu betreiben“, sagt Frederik, einer der Aktivisten. Seine Mitstreiterin Cécile fährt fort: „Wer es ernst meint mit dem Atomausstieg, muss sowohl die Atommüllproblematik als auch die weiteren Atomanlagen wie die Urananreicherungsanlage in Gronau mit einbeziehen, die unter der rot-grünen Landesregierung in NRW sogar noch ausgebaut wird. Wer kein Fukushima abwartet und handelt, bevor es zu spät ist, wird kriminalisiert.“</span></span></p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Gerichte in früheren Verfahren etwa in Hannover und Steinfurt haben nach ähnlichen Kletteraktionen über der Schiene Beschuldigte frei gesprochen. Die AktivistInnen wollen auch jetzt einen Freispruch erreichen und keinesfalls das ihrer Meinung nach überzogene Bußgeld zahlen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Das Amtsgericht </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Potsdam spielt seit Umstrukturierung der Bundespolizei eine wichtige Rolle in Bezug auf Gerichtsverfahren wegen CASTOR-Transporten. Denn bei Ordnungswidrigkeitsverfahren richtet sich der Gerichtsstand nach dem Sitz der beteiligten Bußgeldbehörde. Das ist bei Aktionen im Schienenbereich die Bundespolizei, die über eine zentrale Bußgeldstelle verfügt und ihren Hauptsitz in Potsdam hat. Das führt dazu, dass &#8211; weit entfernt vom Tatort &#8211; in Potsdam verhandelt wird und die Verfahrenskosten in die Höhe getrieben werden. Nach Meinung der Betroffenen steigt dadurch der Druck zu zahlen, anstatt vor Gericht um seine Rechte zu streiten.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Weitere Infos: </strong></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Bericht zum ersten Verhandlungstag am 1. </span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">August 2011:</span></span></p>
<p><span style="font-family: Courier New,monospace;"><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="../blog/2011/08/02/castorprozess-vertagt-wendlandgefuhl-im-gerichtsaal/"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">http://nirgendwo.info/blog/2011/08/02/castorprozess-vertagt-wendlandgefuhl-im-gerichtsaal/</span></a></span></span></span></p>
<p><em><strong>Kontakt:</strong> castorpotsdam[aet]nirgendwo.info</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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