Unsere Kampagne

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  1. Allgemeine Vorstellung der Kampagne Kein AKW-Neubau - Nirgendwo!

  2. Materialien der Kampagne (Flugblätter, Aufrufe, Soli-Materialen wie Postkarten, T-Shirts, Aufkleber, etc.)

  3. Konferenzen (Multiplikatoren der Kampagne bieten Vorträge an)

  4. Bildungsseminare (um selbst Referent zu werden und so Multiplikator der Kampagne werden)

    1. Allgemeine Vorstellung der Kampagne

        I Kurzbeschreibung

        Ziel unserer Kampagne ist den Neubau von Atomkraftwerke wie den EPR-Reaktor im französischen Flamanville zu verhindern. Unser Motto heißt „Global Denken -Lokal Handeln”. Die Radioaktivität macht keinen Halt an den Grenzen und wir sind gegenüber der globalisierten Atompolitik nicht machtlos, im Gegenteil! Auch von Deutschland aus kann verhindert werden, dass deutsche Konzerne die Renaissance der Atomkraft im Ausland vorantreiben! Lieferungen von angereichertem Uran durch die Urenco ins Ausland sollen eingestellt werden, Siemens soll sich vom Areva-Kartell verabschieden!
        Unser Weg zu diesen Zielen: Innerhalb weniger Monate wollen wir bundesweit durch die Verbreitung von Informationen, durch Informationsveranstaltungen und öffentlichkeitswirksame Aktionen Bewusstsein für das Thema schaffen und für Wirbel in der Öffentlichkeit sorgen. Siemens und Urenco sollen besonders in den Focus unserer Kampagne geraten und unter Druck gesetzt werden.

        II Politische Lage

        2001 wurde der Konsens zum Atomausstieg durch die damalige rot-grüne Regierung verabschiedet. Viele engagierte AtomkraftgegnerInnen haben damals vor diesem Konsens gewarnt. „Atomausstieg? Alles Lüge!” ist öfter auf Demonstrationen auf Anti-Atom-Buttons zu lesen. Nicht ohne Grund. Der besagte Konsens wurde damals zwischen Regierung und Atomlobby verabschiedet. Dingen, die der Atomindustrie passen, sollte mit Vorsicht begegnet werden! Eine Hoffnung der Atomlobbyisten war damals, eine Besänftigung der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung um Atomkraft hervorzurufen, um dann eine Renaissance der Atomenergie besser vorantreiben zu können. Nicht ohne Grund wurde zum Beispiel die Urananreicherungsanlage von der Firma Urenco Gronau im Konsens außer Acht gelassen. In Gronau wird Uran für zahlreiche Atomkraftwerke weltweit angereichert. Aus der Genehmigungstabelle des BfS für Atomtransporte geht hervor, dass zum Beispiel alle französischen Atomkraftwerke mit Uran aus Gronau irgendwann mal beliefert werden. 2004 wurde sogar noch unter rot-grün eine Erweiterung der Anlage genehmigt, noch ist diese Erweiterung aber nicht in Betrieb. Dieses Beispiel macht deutlich, dass keineswegs aus der Atomenergie ausgestiegen wird. Hinzu kommt, dass neue Atomkraftwerke sogar mit Beteiligung deutscher Unternehmen gebaut werden. Derzeit sind zwei solcher Atomkraftwerke in Bau: EPR (European pressurised water reactor, also Druckwasserreaktor) in Olkiluoto (Finnland) und in Flamanville (Frankreich), weitere Atomkraftwerke sind in Planung. Der Hersteller ist Areva NP, ein Kartell bestehend aus Areva und… Siemens (1/3) ! Siemens baut -trotz Atomkonsens- neue AKW ! Und es geht darum, diese Neubauten zu verhindern! Jedes neues AKW birgt einerseits unannehmbare Gefahren und andererseits geht es um einen European reactor, also europäischen Reaktor. Diese Tatsache ist für Europa von großer Bedeutung, denn die Reaktoren in Finnland und Frankreich sollen Vorzeigemodellefür kommende Atomkraftwerke in Europa werden. Mehrere Länder kündigen immer wieder an, neue Reaktoren bauen zu wollen. Sollte der Prototyp in Frankreich und Finnland erfolgreich sein, könnten andere Länder nachziehen. Trotz seiner Bedeutung, ist „EPR” für viele Menschen - auch innerhalb der Antiatom-Bewegung- immer noch kein Begriff. Das wollen wir ändern! Auch angesichts der Bundestagswahlen im September 2009, wo die Atompolitik mit Sicherheit eine große Rolle spielen wird und unser Anliegen in die öffentliche Diskussion rücken kann, ist es angebracht die Kampagne jetzt zu starten.
        Es ist Zeit, Bewusstsein für diese Politik zu schaffen, Menschen zum Handeln zu animieren und Druck auf die Konzernen Areva (Deutschland), Siemens (beide mit Hauptsitz in Erlangen) und Urenco auszuüben!! Wir können unsere ausländischen MitkämpferInnen von Deutschland aus unterstützen. Und es ist notwendig! Was bringt uns ein „Atomausstieg” in Deutschland wenn das Nachbarland weitermacht? Als Wackersdorf am Widerstand in Deutschland scheiterte (Erfolg für die Antiatombewegung), hat die Atomindustrie Verträge mit der WAA La Hague geschlossen und der Müll fuhr dahin (Misserfolg für die Bewegung). Nur gemeinsam sind wir stark.

        III Ziele der Kampagne

        Unser Ziel ist den Neubau von Atomkraftwerken zu verhindern. Wir werden uns in erster Zeit auf den AKW-Bau in Flamanville konzentrieren. Wir wollen nämlich in enger Absprache mit dem französischen Netzwerk Sortir du Nucléaire und weiteren Lokal-Initiativen arbeiten. Cécile Lecomte als Mit-Initiatorin der Kampagne ist Französin, und wir denken, dass dies eine effiziente Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus nicht nur ermöglichen sondern deutlich vereinfachen wird.

        Um dieses ferne Ziel zu erreichen, haben wir uns Zwischenziele gesetzt:

        - Bewusstsein zum Thema schaffen, weitere Gruppen/Verbände in die Kampagne einbeziehen

        - Druck auf Siemens und Areva (Deutschland) machen, so viel Druck, dass Siemens sich von Atomgeschäften distanzieren muss: Image von Siemens als Konzern, der zusammen mit AREVA AKW baut, in der Öffentlichkeit darstellen.
        - Informationen über unsere Anliegen in der Öffentlichkeit verbreiten, Menschen zum Handeln und Einmischen animieren, dem Thema im Bundestagswahlkampf einen Platz verschaffen und die öffentliche Aufmerksamkeit für unsere Ziele nutzen.

        IV Methoden

        Arbeit nach Innen : Wissen verbreiten:
        Infomaterial: unser Informationsmaterial soll möglichst viele Antiatomgruppen erreichen
        Ausbildung von MultiplikatorInnen: Wir wollen Bildungsseminare veranstalten, damit die Aktiven über die nötigen Informationen verfügen, um als ReferentInnen bei Veranstaltungen auftreten zu können, etc.
        Toolbox: wir wollen eine Tool-Box für Aktive zusammenstellen, die Box soll zunächst online verfügbar sein. Sie soll Argumentationshilfen, Informationsmaterialen, Tipps für Aktionen, etc. beinhalten

        Arbeit nach Außen
        - Materialen zum Verteilen/ gegen Spende (Infostand, etc…)
        - Informationsflyer zur Kampagne/ zum EPR
        - Aufkleber und Postkarten (u.a. mit „Siemens baut AKW”, „STOP EPR - KEIN AKW BAU”, etc.)
        - Rückmelde-Postkarten (für potentielle Aktive)
        - Postkarten an BundestagskandidatInnen
        - Plakate (z.B. für Veranstaltungen, mit leerem Kasten um den örtlichen Termin eintragen zu können)
        - T-Shirts STOP EPR (wir bestellen bei Sortir du nucléaire, sie freuen sich!)
        - Newsletter (siehe Rubrick Newsletter)
        - Vorträge, Veranstaltungen zum EPR in zahlreichen Städten jeweils begleitet von Pressearbeit

        - Öffentlichkeitswirksame Aktionen: zum Beispiel Banner-Aktionen / Straßentheater bei den lokalen Niederlassungen von Siemens/Areva, symbolische Besetzungen von Niederlassungen von Siemens/Areva/Urenco, Besuch und Aktionen anlässlich der Jahreshauptversammlungen von Siemens, Urenco, Areva-Deutschland, Demonstration anlässlich der Einweihung der UAA-Erweiterung (in Absprache mit Initiativen aus dem Münsterland), Bus nach Frankreich/Finnland anlässlich einer Großdemonstration gegen EPR, temporäre symbolische Strommastbesetzungen in Anspielung auf den Widerstand in Frankreich (mit dem Reaktor wird zeitgleich eine Hochspannungsleitung (HSL) gebaut und der Widerstand ist an diesem Punkt besonders stark - Siehe auch unter Hintergründe)

        - Subversive Kommunikation:
        Wir wollen in unserer Kommunikation die „Waffen” der Gegenseite nutzen, so dass diese sich gegen Siemens und Co. richten: Zum Beispiel Gegenwerbungen drucken, nach dem bekannten kanadischen Kommunikationstool „Adbusters” realisieren. Beispiel

        Uns ist es auch wichtig, ständig neue Menschen in unsere Kampagne einzubinden.
        Du kannst dich gerne melden, es gibt viele Möglichkeiten, sich einzumischen: Spenden, um Spender werben, Material verteilen, an einem Bildungs-Seminar teilnehmen um MultiplikatorIn zu werden, inhaltliche Beiträge für die Informationsmaterialien der Kampagne, für den Newsletter. Oder Aktionen auf die Beine stellen (wie bieten materielle und personelle Unterstützung für symbolische Aktionen von örtlichen Initiativen).

        Informationen hierzu sind auf der Homepage zu finden. Aber wir beiten um etwas Geduld, diese Seite ist noch im Aufbau und wird von Ehrenamlichen gestaltet…

    2. Materialien der Kampagne

      Aufruf Aktionstage am 6. und 7. Juni 2009 : Siehe unter Aktuelles / EPR-Info-Flyer