Stralsund: Berufungsprozess zum Castor-Transport 2011

Manche werden sich noch dunkel erinnern, vor langer langer Zeit fuhr Atommüll mit dem Feuerroß durchs Ländle. Zwar hat mittlerweile aller Müll ausgestrahlt, die Energie ist 100% solar und saubär, aus den AKW sind grüne Wiesen geworden und die Physikerin Merkel strebt ihre 37ste Amtszeit an, aber der Widerstand, der muss verfolgt werden!

Was war damals nochmal?

Februar 2011: Mal wieder hats der Atomstaat schwer, Atommüll an den Menschen vorbei zwischenendzulagern; ein Castortransport auf seinem Weg von Karlsruhe nach Lubmin stoppt recht häufig, u.a. nahe Ribnitz-Damgarten. Dort haben sich zwei Aktivisten an die Gleise gekettet.
2013 wird am Amtsgericht Ribnitz-Damgarten verhandelt. Richter Naumann spricht die beiden Atomkraftgegner frei, mit den Worten: „Ich werde ihnen keine väterlichen Ratschläge geben, dass sie so etwas nicht wieder tun sollen. Was sie da gemacht haben ist völlig in Ordnung und sie haben sich etwas getraut, was sich viele Menschen nicht trauen zu tun.“ Chapeau!

Wir meinen, dass damals wie heute deutlicher Protest dringend gebraucht wird, um einen gesellschaftlichen Diskurs über Atomkraft zu ermöglichen und haben uns deshalb damals u.a. für diese Form zivilen Ungehorsams entschieden.
Majak, Three Mile Island, Windscale, Chernobyl, Fukushima…im netten GAU Rhythmus wird weiter lustig Atommüll und deren Vorstufen Atombrennstäbe und Atombomben produziert mit verheerenden Umweltauswirkungen und bei völlig ungeklärter Entsorgungsfrage. Der Irrwitz geht auf allen Ebenen weiter…

2017: Die Niederlage hat die Staatsanwaltschaft immer noch nicht verdaut (welch ein selten schlechter Verlierer), daher ab 23.5.  skurriles Theater am Aufführungsort LG Stralsund.

Alle seien hiermit herzlich zu den Aufführungen eingeladen. Die Aufführungen sind öffentlich, der Eintritt kostenfrei:

– 23.05. um 9 Uhr Saal G 105

– 01.05. um 9 Uhr Saal GE 14

– 22.06. um 9 Uhr Saal GE 14

—– LG Stralsund —–
(Frankendamm 17, 18439 Stralsund)

Wir meinen, dass damals wie heute deutlicher Protest dringend gebraucht wird, um einen gesellschaftlichen Diskurs über Atomkraft zu ermöglichen und werden deshalb heute der aufgezwungenen Revanche mit vielfältigen Aktionen begegnen.
Und wir wenden uns gegen die Kriminalisierung von Menschen, die, um nochmal mit den Worten von Richter Naumann zu sprechen „Dinge tun, die völlig in Ordnung sind und sich etwas trauen, was viele sich nicht trauen zu tun“.

Kriminell ist nicht der Widerstand, kriminell ist der Atomstaat.

Wir planen gemeinsame Anreisen, Demos zum Gericht und gerichtsbegleitende Mahnwachen
für Rostock Abfahrt jeweils um 7:00 mit dem RE

Sei dabei!

Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit! Alle sofort aus!

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Infos zur Erstinstanz:
http://lubminnixda.blogsport.de/2013/11/29/freispruch-im-prozess-gegen-rostocker-castor-stopper/

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