Landgericht Hamburg: Uranzugblockierer angeklagt

Update: Der erste Verhandlungstermin ist ausgefallen weil der Angeklagte Husten hatte. Es gibt jetzt neue Termine am 6., 9. und 12. November.

Am Mittwoch ist es wieder so weit, es wird vor dem Landgericht Hamburg gegen einen Atomkraftgegner verhandelt. Ihm wird vorgeworfen sich im August 2014, also vor mittlerweile sechs Jahren, vor einem Zug mit Uranerzkonzentrat im Güterbahnhof Hamburg-Süd angekettet zu haben. Strafbar sei das ganze wegen Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe. Gegen ein Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Harburg hatte der Angeklagte Berufung eingelegt, deshalb geht es nun vor dem Landgericht von vorne los.

Zwei Personen wurden von den Hamburger Gerichten, die bei der Verfolgung von politischen Gegner*innen langen Atem haben, bereits rechtskräftig verurteilt, eine wegen anketten, die andere wegen dem Halten eines Transparents neben einer Angeketteten. Insgesamt aber lohnt sich das kämpfen, denn zumindest Transporte mit spaltbaren radioaktiven Stoffen finden nach vielen Aktionen gegen die Transporte zumindest über den Hamburger Hafen seit etwa einem Jahr nicht mehr statt. Die Uranzerkonzentrat-Transporte zur Versorgung der Atomindustrie gehen aber leider weiter – hier bleibt noch einiges zu tun. Aber erst mal ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass wir weiter kämpfen können: Also unterstützt den Angeklagten und kommt zum Prozess!

Der Prozess beginnt am Mi, 26.8. um 9 Uhr am Landgericht, Sievekingplatz 3 in Saal 160, vermutlich mit Einlasskontrollen und Corona-Datenerfassung.

Weitere angesetzten Verhandlungstermine (jeweils im gleichen Saal und auch da ist Publikum herzlich willkommen):

  • Mo, 31.8. 13 Uhr
  • Di, 1.9. 9 Uhr
  • Di, 8.9. 9 Uhr
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