Es ist manchmal absurd, was im Knast zu Probleme führen kann und um welche Kleinigkeiten Menschen dort kämpfen müssen. Briefe sind fast das einzige Mittel zum Außenkontakt. Am 15.5. (also Montag) hat Hanna immer noch Probleme, Briefumschläge und Papier zum Schreiben zu bekommen. So schreibt sie auf allem Papier, was sie irgendwie findet (und seien es Kalenderblätter). Hier ein Teil ihres Briefs:
„Dann haben Sie bis dahin halt gelitten.“ so die Aussage der zuständigen Bearbeiterin zu der Frage, wie ich an Papier und Umschläge käme. Ich müsse das über den Einkauf regeln, der nächste sei in 10 Tagen. Ich sagte daraufhin, das sei doch Unsinn und dann müsse ich eben klagen und sie betonte nur, es sei kein Unsinn. Auf meinen am Do, 11.5. gestellten Antrag auf Briefumschläge erhielt ich Freitag von den diensthabenden Schließer_innen erst einen, dann drei weitere Umschläge und nun am Montag weitere zwei. Und vier Zettel. So ein Unsinn…
Jetzt, also Montag 13.00 durfte ich mein erstes Telefonat führen. Exakt vier Tage hat es gedauert, obwohl ich es gefordert habe… Hauptsache Macht demonstrieren.





Manche werden sich noch dunkel erinnern, vor langer langer Zeit fuhr Atommüll mit dem Feuerroß durchs Ländle. Zwar hat mittlerweile aller Müll ausgestrahlt, die Energie ist 100% solar und saubär, aus den AKW sind grüne Wiesen geworden und die Physikerin Merkel strebt ihre 37ste Amtszeit an, aber der Widerstand, der muss verfolgt werden!