Anlässlich des heutigen Prozesstermins in Lingen entschlossen sich einige der angereisten solidarischen Unterstützer_innen, nach der Verhandlung noch einen Besuch bei der Polizei abzustatten, um sich dort persönlich an der Cent-im-Getriebe-Aktion zu beteiligen. Nachdem die Polizei Bareinzahlungen verwehrte, entschieden sie sich spontan, Briefumschläge zu basteln, die Aktenzeichen darauf zu notieren und und Centbeträge in den Briefkasten der Polizei einzuwerfen. Die Aktion läuft noch, wer sich beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen!
Termine
- 01.04.26 um 9:00 Uhr Landgericht Osnabrück
Anti-Atom-Internetseiten
- Urantransporte-Website
- Sofortiger Atomausstieg Münster
- Gegen Atomkraft in Lingen (AgiEL und mehr)
- AKU Gronau
- WISE Uranium International
- ecodefense Russland
- reseau sortir du nucleaire
- LAKA (Niederlande)
- http://nuclear-heritage.net/
- BI Lüchow Dannenberg
- BI Ahaus
- AG Schacht Konrad
- SAND (Hamburg)
- Castor stoppen
Internetseiten zu Repression
- http://antirrr.nirgendwo.info (Übersicht und Infos zu Repression gegen Klimaaktivist_innen im Rheinland)
- http://www.projektwerkstatt.de/antirepression/haupt.htm (Sehr (!!) umfangreiche Seite mit vielen Tipps, Tricks, Erfahrungen rund um Repression und einen möglichst offensiven Umgang damit)
- http://www.laienverteidigung.siehe.website (Infoseite der Projektwerkstatt zu Selbst- und Laienverteidigung)


Hier auf der Seite berichten wir viel über Anti-Atom-Verfahren. Gerade im Münsterland hat es um die Atomanlagen und -transporte in Gronau, Ahaus und Lingen in den letzten zwei Jahren viele Aktionen gegeben: Bei Demonstrationen, Kletteraktionen zum Flugblätter verteilen, auf den Schienen oder bei Blockaden der Atomanlagen. Neben politischen Diskussionen über den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage hat das auch zu etwa 50 Straf- und Bußgeldverfahren gegen Atomkraftgegner*innen geführt.




Im Juli 2013 blockierten etwa 40 Atomkraftgegner*innen die Brennelementefabrik in Lingen. Am 20. Januar wird einer Atomkraftgegnerin der Prozess gemacht, die nach der Sitzblockade zusammen mit 30 anderen in Gewahrsam genommen wurde. Ihr wird der Missbrauch von Ausweispapieren vorgeworfen, obwohl nach einem Ausweisquartett im Polizeikessel alle Personalien von der Polizei richtig zugeordnet werden konnten. Hier zeigt sich, dass die Polizei willkürlich Straftaten konstruiert, um die Atomindustrie auch in Zukunft vor wirkungsvollem Protest zu schützen.